US-Justiz
Anwalt: Hunter Biden will auf „nicht schuldig“ plädieren

Gegen Hunter Biden ist wegen eines Verstoßes gegen waffenrechtliche Vorgaben Anklage erhoben worden. Foto

© Julio Cortez/AP/dpa

Dem Sohn des US-Präsidenten wird zur Last gelegt, bei einem Waffenkauf falsche Angaben gemacht zu haben. Laut seinem Anwalt will Hunter Biden auf „nicht schuldig“ plädieren.

Der Sohn von US-Präsident Joe Biden will nach der Anklage gegen ihn wegen eines Waffenkaufs seinem Anwalt zufolge auf „nicht schuldig“ plädieren. Das geht aus einem Schreiben von Hunter Bidens Anwalt von Dienstag (Ortszeit) hervor.

Darin beantragt dieser, dass der 53-Jährige beim nächsten Gerichtstermin in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware nicht persönlich erscheinen muss. „Herr Biden wird sich nicht schuldig bekennen, und es gibt keinen Grund, warum er diese beiden Worte nicht per Videokonferenz äußern kann“, heißt es in dem Brief. Es sei für alle Seiten ein zu großer Aufwand, wenn Hunter Biden „durch das ganze Land“ reisen müsse – er wohne im US-Bundesstaat Kalifornien an der Westküste. Delaware liegt an der Ostküste.

Anklage umfasst drei Punkte

Hunter Biden wird zur Last gelegt, bei einem Waffenkauf vor mehreren Jahren falsche Angaben gemacht und wissentlich seine Drogenabhängigkeit verschwiegen zu haben. Ein geplanter Deal zwischen Hunter Biden und der zuständigen Staatsanwaltschaft zu den Vorwürfen war zuvor geplatzt.

Die Anklage umfasst laut Gerichtsunterlagen drei Punkte: eine Falschaussage beim Kauf, Falschaussagen gegenüber dem Händler und der Besitz einer Waffe trotz gesetzeswidrigem Drogengebrauch. Als Höchststrafe sind zehn Jahre Haft möglich. Aber die Staatsanwaltschaft in Delaware hatte zuvor bereits erklärt,…