Migration
Grenzbarriere: Texas will Streit zum Supreme Court tragen
Ein Migrant aus Kolumbien steht an einer schwimmenden Bojenbarriere, um den Rio Grande von Mexiko in die USA zu überqueren. Foto
© Eric Gay/AP/dpa
Die Barriere aus Bojen soll Menschen daran hindern, den Rio Grande aus Mexiko in die USA zu überqueren. Das ist nicht rechtens, urteilt ein Bundesrichter. Der US-Bundesstaat will Berufung einlegen.
Der US-Bundesstaat Texas will die Auseinandersetzung über eine umstrittene schwimmende Barriere im US-mexikanischen Grenzfluss Rio Grande im Zweifel bis zum obersten Gericht des Landes tragen.
Das Büro des republikanischen Gouverneurs von Texas, Greg Abbott, kritisierte die Entscheidung eines Bundesrichters, wonach Texas die Barriere entfernen soll. „Texas wird Berufung einlegen“, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwochabend (Ortszeit). Das Urteil sei falsch und werde keinen Bestand haben. „Texas ist bereit, diesen Kampf bis zum US Supreme Court zu führen.“
Ein Bundesrichter in der texanischen Stadt Austin hatte am Mittwoch per einstweiliger Verfügung die Beseitigung der Barriere bis Mitte September angeordnet. Die US-Regierung hatte eine Zivilklage gegen Texas eingereicht, weil die dortige Regierung für die Barriere keine Genehmigung Washingtons eingeholt habe. Zudem stelle diese eine Bedrohung für die Schifffahrt und die öffentliche Sicherheit dar, argumentierte die US-Regierung in der Klage.
Scharfe Kritik aus dem Weißen Haus
Abbott hatte vor einigen Wochen veranlasst, im Rio Grande die etwa 300 Meter lange Barriere aus zahlreichen Bojen von je mehr als einem Meter Durchmesser zu platzieren. Am Ufer wurde Stacheldraht verlegt. Damit sollte Abbott zufolge verhindert werden, dass Migranten…