Silicon Valley
„Sie haben uns gesammelt wie Pokémon-Karten“: Was wirklich hinter den Entlassungen bei Facebook und Co. steckt

Im Silicon Valley verloren in den vergangenen Monaten Tausende ihren Job – teilweise wohl auch deshalb, weil es keine Arbeit für sie gab.

© AntonioGuillem / Getty Images

In den vergangenen Monaten haben die meisten großen Tech-Konzerne Mitarbeiter in großer Zahl entlassen. Die Rede ist von über 250.000 Stellenstreichungen. Ein US-Milliardär und eine Betroffene äußerten sich kürzlich dazu – und sehen die Schuld nicht nur bei den Finanzen.

Das letzte halbe Jahr war schwer für das erfolgsverwöhnte Silicon Valley. Der amerikanische Job-Motor geriet ins Stocken und laut „Cnet“ verloren weltweit mehr als 250.000 Menschen ihren Job. Den Chefs der Konzerne fiel die Erklärung recht leicht: Sundar Pichai, CEO der Google-Mutter Alphabet, erklärte, man habe in den vergangenen zwei Jahren ein dramatisches Wachstum erlebt, welches heute nicht länger zur wirtschaftlichen Realität passe. Also müsse man reagieren.

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Auch von Mark Zuckerberg, dem Facebook-Gründer und Meta-CEO hörte man das. Er sei davon ausgegangen, dass der überraschende Erfolg seines Unternehmens sich auch nach Ende der Pandemie ungebremst fortsetze, schrieb er in einer Mitteilung an seine Angestellten. Da das aber nicht eintrat, mussten viele ihren Hut nehmen. Und es geht weiter: Mark Zuckerberg schrieb kürzlich auf Facebook, dass in den kommenden Monaten nochmals rund 10.000 Personen ihren Platz räumen müssen und 5000 Ausschreibungen für freie Stellen zurückgezogen werden.

Personal für Aufgaben, die es nicht gab