Das Wichtigste in Kürze:

Die Kulturmetropole Odessa steht unter dem Schutz der UNESCO Die Slowakei will nicht auf zugesagte Leopard-Panzer verzichten Selenskyj wünscht nun Kampfflugzeuge und Langstreckenraketen EVP sieht die Notwendigkeit „einer Art Kriegswirtschaft“

 

Die UN-Kulturorganisation UNESCO hat die im Krieg mehrfach beschossene Altstadt der ukrainischen Hafenstadt Odessa im Eilverfahren zum gefährdeten Weltkulturerbe erklärt. „Odessa, eine freie Stadt, eine weltoffene Stadt mit einem berühmten Hafen, die Filme, Literatur und die Kunst geprägt hat, steht nun unter verstärktem Schutz der internationalen Gemeinschaft“, erklärte UNESCO-Generalsekretärin Audrey Azoulay in Paris.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte die Entscheidung erwartungsgemäß, das russische Außenministerium kritisierte sie als „politisch motiviert“. Eine Gruppe westlicher Staaten habe die Entscheidung erzwungen, heißt es in Moskau. Russland hatte vergeblich versucht, die Aufnahme der Kulturmetropole am Schwarzen Meer in die UNESCO-Liste zu verhindern.

Die Slowakei will nicht auf zugesagte Leopard-Panzer verzichten

Die Slowakei ist nicht bereit, zugunsten der Ukraine auf Leopard-Panzer zu verzichten. Es gelte weiterhin die Vereinbarung mit Deutschland, dass die versprochenen Leopard 2A4 an die Slowakei geliefert würden, sagte der slowakische Verteidigungsminister Jaroslav Nad. Gemäß dieser Vereinbarung wurde ein Leopard-Panzer im Dezember von der damaligen Verteidigungsministerin Christine Lambrecht an die Slowakei übergeben, 14 weitere sollen bis Jahresende 2023 geliefert werden.

Portugals Regierung will „in den kommenden Tagen“ über die Lieferung von Leopard-Kampfpanzern an die Ukraine entscheiden. Verteidigungsministerin Helena Carreiras lässt zunächst prüfen, welche Auswirkungen die Abgabe solcher Panzer auf die Verteidigungsfähigkeit der portugiesischen Armee haben würde. „Es besteht aber kein Zweifel: Portugal wird sich beteiligen und der Ukraine helfen,…