Mainz
Schott in den Startlöchern für Börsengang von Pharma-Sparte

Ein Kästchen voller Karpulen, wie sie hauptsächlich für die Abfüllung und Verabreichung von Insulin verwendet werden. Foto

© Frank Rumpenhorst/dpa

Der Medikamentenmarkt wächst. Immer mehr Mittel werden in Fläschchen oder Spritzen abgefüllt. Davon profitiert der Spezialglashersteller Schott, der seine Pharma-Tochter nun an die Börse bringen will.

Der Mainzer Spezialglashersteller Schott steht mit dem geplanten Börsengang seiner Pharma-Sparte in den Startlöchern. „Der Vorstand der Schott AG wird das zeitnah mit uns und den Beratern diskutieren und im Frühjahr entscheiden“, sagte Andreas Reisse, CEO von Schott Pharma, der Deutschen Presse-Agentur.

Die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen seien geschaffen. „Das Hauptthema bei einem Börsengang ist das Timing.“ Anfang 2023 sei die Stimmung am Aktienmarkt deutlich positiver als im vergangen Jahr. 2022 galt wegen des Ukraine-Kriegs, der rasant gestiegenen Inflation und der Leitzinserhöhungen als schwieriges Jahr für Börsengänge.

Schott Pharma stellt Spritzen aus Glas und Spezialkunststoff, Ampullen und Fläschchen für den Medizinbereich her. Anders als das Pharmaunternehmen Biontech, das nur wenige Kilometer von Schott entfernt seinen Hauptsitz hat, würde Schott Pharma nicht in New York, sondern in Frankfurt/Main an die Börse gebracht werden. „Das liegt nahe für Schott als deutsches Unternehmen mit Hauptsitz in Mainz“, betonte der 61-Jährige.

Kräftigen Rückenwind erhalten die Börsenpläne von den jüngsten Geschäftszahlen. In dem erstmals vorgelegten Bericht als eigenständige Sparte verzeichnete Schott Pharma im vergangenen Geschäftsjahr nach vorläufigen Zahlen ein Umsatzwachstum von 27 Prozent auf 821 Millionen Euro. Das operative…