Nun ist es offiziell: Deutschland liefert Leopard-Kampfpanzer. Die ersten könnten Ende April in der Ukraine sein. Bundeskanzler Scholz wirbt in der Bevölkerung um Vertrauen.

Nach der deutschen Entscheidung, Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern, hat Bundeskanzler Olaf Scholz bei der Bevölkerung um Vertrauen gebeten. „Vertrauen Sie mir, vertrauen Sie der Bundesregierung“, sagte er am Mittwoch im Bundestag. Der SPD-Politiker zog zudem rote Linien für die weitere militärische Unterstützung des von Russland angegriffenen Landes: Eine Lieferung von Kampfflugzeugen oder die Entsendung von Bodentruppen schloss er aus.

Zuvor hatte die Bundesregierung bekannt gegeben, die Ukraine in einem ersten Schritt mit 14 Leopard-2-A6-Panzern im Krieg gegen die russischen Angreifer zu unterstützen. Zusammen mit Verbündeten sollen es insgesamt etwa 90 Leoparden werden.

In Deutschland und international stieß die Entscheidung für Kampfpanzerlieferungen auf Lob und Kritik. Die russische Botschaft in Berlin reagierte mit scharfen Worten.

Die ersten Leopard-Panzer, die aus Bundeswehrbeständen kommen, könnten nach Angaben von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in etwa drei Monaten in der Ukraine sein. Zu dem Unterstützungspaket zählen auch Ausbildung, Logistik und Munition. Deutschland will bereits in wenigen Tagen mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten am Leopard beginnen.

Eskalation vermeiden

Scholz sagte, Deutschland handele bei der militärischen Unterstützung der Ukraine nach dem Prinzip, das Notwendige möglich zu machen und gleichzeitig eine Eskalation zu einer Auseinandersetzung zwischen der Nato und Russland zu vermeiden. „Dieses Prinzip werden wir auch weiter beachten.“ Bei Bürgern, die sich…