Podcast „heute wichtig“
Bildungsministerin Stark-Watzinger: „Wir geben Kindern nicht die gleichen Chancen“

Bettina Stark-Watzinger (FDP) ist seit 2021 Bundesbildungsministerin

© Thomas Kienzle / AFP

Immer weniger junge Menschen wollen Lehrkraft werden. Gleichzeitig herrschen in den Schulen besonders in der Lese- und Rechtschreibkompetenz dramatische Zustände – Lehrer:innen würden also dringend gebraucht. Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger fasst das Problem zusammen.

Je nach Fächerkombination und Klasse kann es sein, dass eine Lehrkraft 60 Stunden pro Woche arbeitet. In den vielzitierten, ‘entspannten’ Ferien müssen dann nicht selten Klausuren korrigiert oder andere Arbeiten erledigt werden. Und der Druck wird immer größer. Denn Schule soll heutzutage nicht nur Wissen, sondern auch soziale Kompetenz und am besten noch mehr vermitteln, was zu Hause auf der Strecke bleibt. Gleichzeitig sind die Strukturen im System „Schule“ seit Jahrzehnten festgefahren, die Technik veraltet, Klassenräume marode. Kein Wunder also, dass in den letzten zehn Jahren auch die Zahl der Lehramts-Absolvent:innen zurückgegangen ist – laut Statistischem Bundesamt um 13,8 Prozent. Dass der Lehrberuf attraktiver gestaltet werden muss, weiß auch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, von der FDP. In der 451. Ausgabe des Podcasts „heute wichtig“ sagt sie: „Wir unterstützen von Bundesebene mit Kompetenzzentren die digitale Lehre für Lehrerinnen und Lehrer. Wir werden ein Start-Chancen-Programm auflegen, das auch die selbstständige Schule hat. Wir unterstützen von Bundesseite, hier aufzubrechen, damit sich etwas verändert.“

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