Bertelsmann Stiftung
Studie: Jedes fünfte Kind armutsgefährdet

Knapp 2,9 Millionen Kinder und Jugendliche waren laut Bertelsmann Stiftung 2021 bundesweit von Armut bedroht – das entspricht einem Anteil von 20,8 Prozent. Foto

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Fast 3 Millionen Kinder und Jugendliche waren laut der Bertelsmann Stiftung 2021 bundesweit von Armut bedroht. Ins Auge fallen dabei erhebliche regionale Unterschiede.

Mehr als jedes fünfte Kind und jeder vierte junge Erwachsene in Deutschland sind einer Studie zufolge armutsgefährdet. Betroffen sind unter den Kindern vor allem Jungen und Mädchen in alleinerziehenden Familien oder in Mehrkindfamilien mit drei und mehr Heranwachsenden, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Kinder- und Jugendarmut bleibe ein ungelöstes Problem.

Es gebe erhebliche regionale Unterschiede: Am höchsten falle die Armutsgefährdungsquote in Bremen aus, am niedrigsten in Bayern, das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen liege etwa im Mittelfeld.

Knapp 2,9 Millionen Kinder und Jugendliche – das entspricht einem Anteil von 20,8 Prozent – waren laut Stiftung 2021 bundesweit von Armut bedroht. In der Gruppe der jungen Erwachsenen zwischen 18 bis 25 Jahren waren 1,55 Millionen Personen – ein Anteil von 25,5 Prozent – armutsgefährdet. Die aktuellen Krisen und Preissteigerungen verschärften das Problem noch. Armut bedeute Mangel, Verzicht, Scham und auch schlechtere Zukunftschancen. Als armutsgefährdet gelten Kinder und Jugendliche in Familien mit einem Einkommen unter 60 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens in Deutschland.

Viele dieser jungen Menschen benötigten staatliche Hilfen, um über die Runden zu kommen. Die vom Bund angekündigte Kindergrundsicherung müsse schnell…