Das Wichtigste in Kürze: Deutschland liefert Leopard 2 an die Ukraine Melnyk zu Panzerlieferungen: „Sollte nur erster Schritt sein“ Leopard-Lieferungen nicht ohne Folgen für die Bundeswehr Selenskyj zum Korruptionsskandal: „Entlassungen sind notwendig“ In der Ukraine vermisste Briten sind tot

 

Deutschland liefert der Ukraine 14 Kampfpanzer vom Typ Leopard-2-A6. Das teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin mit. Zudem erteilt die Bundesregierung anderen Staaten die Genehmigung zur Lieferung eigener Leopard-Panzer an die Ukraine. Ukrainische Soldaten sollten zügig an den Panzern in Deutschland ausgebildet werden. Zu dem Paket gehörten auch Munition, Logistik und Wartung der Systeme. Bundeskanzler Olaf Scholz habe dies am Mittwoch im Bundeskabinett verkündet. Aus Regierungskreisen verlautete, dass es zudem – anders als zunächst gedacht – offenbar auch geplant sei, Ersatzteile für die Leopard-Panzer zu liefern.

„Die Entscheidung folgt unserer bekannten Linie, die Ukraine nach Kräften zu unterstützen. Wir handeln international eng abgestimmt und koordiniert“, wird der Kanzler in der Mitteilung zitiert. Der Entscheidung waren monatelange Debatten vorausgegangen. Ziel sei es, rasch zwei Panzer-Bataillone mit Leopard-2-Panzern zusammenzustellen, teilte der Regierungssprecher mit.

Positive Reaktionen der Verbündeten

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron begrüßte die Entscheidung Deutschlands zur Lieferung von Leopard-2-Panzern an die Ukraine. Der Schritt unterstütze die von Frankreich angekündigte Lieferung von Panzern des Typs AMX10-RC, teilte das Präsidialamt mit.

Polens Premierminster Mateusz Morawiecki (li.) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (Archiv)

Auch der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki zeigte sich erfreut über Deutschlands Entscheidung. „Danke @Bundeskanzler Olaf Scholz“, schrieb Morawiecki auf Twitter. Die Lieferung von Leopard-Panzern in die Ukraine sei ein großer Schritt auf dem Weg, Russland zu stoppen.

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