Turnier in Indien
Hockey-Team nach Siebenmeterschießen im WM-Halbfinale

Marco Miltkau (r) im Zweikampf mit Englands David Goodfield. Foto

© Frank Uijlenbroek/dpa

Nach 13 Jahren wieder ein WM-Halbfinale: Deutschlands Hockey-Männer treffen nach einem Krimi nun auf Australien.

Die Spieler begruben Jean-Paul Danneberg unter sich und Hockey-Bundestrainer André Henning herzte seinen Ersatztorhüter innig.

Der junge deutsche Torwart sicherte seinem Team mit zwei gehaltenen Bällen im Siebenmeterschießen den ersten Einzug in ein WM-Halbfinale seit 2010. „Das ist megageil. Wir haben immer an uns geglaubt und das zeichnet uns auch aus. Ich durfte zum Glück zwei halten, das hat gereicht“, sagte der Keeper des deutschen Meisters Rot-Weiss Köln nach dem 4:3 im Siebenmeterschießen gegen England.

Damit trifft die DHB-Auswahl am Freitag (12.00 Uhr/DAZN) in der Runde der letzten vier Teams in Indien auf den dreimaligen Weltmeister Australien. „Ich bin so stolz auf die Mannschaft und glücklicherweise haben wir einen Torwart wie Jean-Paul“, sagte der deutsche Kapitän Mats Grambusch, der sein schon abgeschriebenes Team zu einer unglaublichen Aufholjagd geführt hat. „Da hat schon keiner mehr an uns geglaubt. Die Jungs sind klar und ruhig geblieben und haben unter Druck ihr bestes Hockey gespielt. Was für eine grandiose Mentalität“, sagte der Bundestrainer.

Großer Auftritt der Grambusch-Brüder

Vier Minuten vor Ende der Partie war die deutsche Mannschaft nach einem 0:2-Rückstand gegen die defensiv starken Engländer schon aus dem Turnier, zumal Christopher Rühr einen Siebenmeter an die Latte schoss und somit den Anschlusstreffer verpasste. Dann kam der große Auftritt der Grambusch-Brüder. Erst traf Kapitän Mats zum 1:2 (57. Minute)…