Archäologie
Einige Museen streichen das Wort „Mumie“ wegen seines dunklen Ursprungs

Statt „Mumie“ werden in Fachkreisen mittlerweile oft Worte wie „mumifizierte Person“ verwendet

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Das Wort Mumie wurde lange selbstverständlich verwendet, einige Museen wenden sich jedoch davon ab. Sie wollen herausstellen, dass es sich einst um lebende Personen handelte.

Mumien kennt jeder aus der Schulzeit, von Museumsbesuchen oder zumindest aus Filmen: Leichen werden aufwendig einbalsamiert und eingewickelt, um sie vor der Verwesung zu schützen und für lange Zeit zu konservieren – teilweise sogar für Jahrtausende. Bekannt ist dieses Phänomen vor allem aus dem alten Ägypten.

Doch die Welt wird sich möglicherweise an einen anderen Begriff dafür gewöhnen müssen. Unter einigen Fachleuten wird das Wort „Mumie“ nämlich mittlerweile kritisch gesehen und nur noch ungern benutzt, berichtet der Sender CNN. Mehrere Museen in Großbritannien verwenden demnach lieber die Begrifflichkeit „mumifizierte Person“. Damit wollen sie Respekt ausdrücken.

Das Wort „Mumie“ stammt aus der Kolonialzeit

Es solle damit gezeigt werden, dass die mumifizierten Körper einst Menschen gehörten – Menschen mit Gefühlen, einer Persönlichkeit, einem Leben. Die neue Wortwahl soll dem Rechnung tragen. Wo möglich und bekannt, soll sogar der Name der Person benutzt werden. 

Schon der Ursprung des Wortes sei problematisch, erläuterte Jo Anderson vom Great North Museum: Hancock im englischen Newcastle in einem Blogbeitrag. Es leite sich von dem persischen Wort „mumia“ ab, was so viel wie „Erdpech“ bedeutet. Diese Abstammung ist darauf zurückzuführen, dass die britischen Kolonialherren im 18. und 19. Jahrhundert viele mumifizierte Überreste öffneten, um…