Person der Woche

Panzer-Lieferung
Beauftragte für Druck auf den Kanzler: Warum die FDP Strack-Zimmermann feiert

Marie-Agnes Strack-Zimmermann bekommt viel Lob aus der FDP

© Maja Hitij / Getty Images

Wem verdankt die Ukraine die Lieferung von Leopard-2-Panzern? Manche glauben, das hätte allein die Vorsitzende des Verteidigungsausschuss erreicht: Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Nein, sie fordert jetzt keine deutschen Kampfflugzeuge für die Ukraine. Das hat Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP, 64, am Mittwoch gleich ausgeschlossen. Sie sehe das nicht mit den Flugzeugen, sagte sie im Interview bei unseren Freunden von RTL und ntv. „Weil es ein qualitativ völliger Unterschied ist.“ Eine Luftüberlegenheit zu bekommen, das sei unwahrscheinlich.  

Der Unterschied, den sie meint, bezieht sich auf die Panzer. Die Leoparden, die sie wochenlang gefordert hat, mit Nachdruck und auf allen Kanälen. Die nach Ansicht der meisten Militärexperten der Ukraine im Verteidigungskampf gegen Russland entscheidend helfen könnten. Und die Olaf Scholz nicht liefern wollte, ohne sich der Zusage der USA sicher zu sein, ebenfalls Kampfpanzer zu schicken.   

Jetzt ist die Zusage da. Der Kanzler liefert. Und Strack-Zimmermann wird von einigen Parteifreunden gefeiert, als habe sie höchstpersönlich die Leoparden aus den Panzergaragen der Bundeswehr befreit.   

Seit 2017 im Bundestag

Sie selbst würde das wohl kaum für sich in Anspruch nehmen. Der Kanzler hat seine Aufgabe. Sie hat ihre. So sieht sie das, seit sie als Vorsitzende des Verteidigungsausschusses in Abwesenheit einer ernstzunehmenden Verteidigungsministerin die Zeitenwende-Debatte mitprägen konnte. Die Düsseldorferin, früher freie Verlagsrepräsentantin und Kommunalpolitikerin, seit 2017 im…