Panzer-Lieferungen
Von „Erfolg für Scholz“ bis „zu spät reagiert“: So kommentiert die Presse die Leopard-Entscheidung

Nach Panzer-Entscheidung: Kanzler Scholz stellt sich diesen Mittwoch den Fragen der Abgeordneten im Bundestag

© Michael Kappeler / DPA

Olaf Scholz macht den Weg für Panzerlieferungen an die Ukraine frei. In den Medien wird die Entscheidung des Kanzlers begrüßt, sein langes Zögern jedoch getadelt. Die Presseschau im Überblick.

Grünes Licht aus Berlin: Nach wochenlangem Hin und Her hat die Bundesregierung entschieden, Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern. Auch wird anderen Ländern gestattet, solche Panzer an Kiew abzugeben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Koalitionskreisen erfuhr. Kanzler Olaf Scholz wurde wegen seines zögerliches Vorgehen lange kritisiert – nun ist bei den Ampel-Partnern FDP und Grüne die Erleichterung groß. Massive Kritik kommt hingegen von Linken und AfD.

Schon seit Monaten bittet die Ukraine um Kampfpanzer westlicher Bauart, um gegen die russischen Angreifer wieder in die Offensive zu kommen. Auch die USA wollen nach US-Medienberichten ihre Abrams-Panzer bereitstellen, Großbritannien hat bereits 14 ihrer Challenger-Panzer zugesagt.

In den deutschen Medien findet die Leopard-Entscheidung Zuspruch, der lange Weg dahin stößt jedoch auf ein geteiltes Echo. Die Presseschau im Überblick.

Lob aus der Presse: „Gute Nachricht für die Ukraine – Erfolg für den Kanzler“

„Die Zeit“: Es war ein ungewöhnliches und riskantes Manöver, das kostbare Zeit gekostet und womöglich längerfristige Irritationen beim wichtigsten Verbündeten in Washington hervorgerufen hat. Doch nach den jüngsten Meldungen muss man sagen: Es hat funktioniert. Das ist in erster Linie eine gute Nachricht…