Digitaler Wandel
Umfrage: Kein Digitalisierungsschub durch Ampel-Regierung

Ende 2021, kurz nach der Bundestagswahl, glaubten noch 82 Prozent der Entscheidungsträger an einen Digitalisierungsschub durch die Ampel-Regierung. Foto

© Marijan Murat/dpa

Digitalisierung kann Behördengänge oder den Arztbesuch deutlich vereinfachen. Vieles läuft in Deutschland jedoch noch analog. Das liegt auch an der Untätigkeit der Politik, wie viele Menschen finden.

Die Regierungskoalition aus SPD, Grünen und FDP hat nach Einschätzung von Entscheidungsträgern bisher keinen Digitalisierungsschub ausgelöst. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach im Auftrag der ESCP Business School Berlin. Darin vertreten vier von fünf der 500 befragten Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft (83 Prozent) die Ansicht, dass die Regierung aus SPD, Grünen und FDP beim digitalen Wandel bislang nicht besser vorangekommen ist als zuvor die große Koalition.

Ende 2021, kurz nach der Bundestagswahl, glaubten noch 82 Prozent der Entscheidungsträger an einen Digitalisierungsschub durch die Ampel-Regierung. Bereits damals war ein Großteil von ihnen (94 Prozent) der Auffassung, dass Deutschland in vielen Bereichen der Digitalisierung hinterherhinke. Der aktuellen Umfrage zufolge glauben das inzwischen sogar 96 Prozent.

Die Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher erklärt sich den Verzug der Regierung unter anderem mit unvorhersehbaren Krisen. Durch den Angriffskrieg auf die Ukraine sei 2021 etwa die Energieversorgung als wichtiges Thema auf die Tagesordnung von Politikerinnen und Politiker gerückt. „Dadurch sind andere Themen in den Hintergrund geschoben worden, die eigentlich in ihrer Agenda einen großen Raum einnahmen“, sagte Köcher bei einer Pressekonferenz – so auch…