„2013 überlebte Sanya den Angriff pakistanischer Terroristen auf das Basislager am Nanga Parbat. 2023 wurde Sanya beim Angriff russischer Terroristen auf die Ukraine getötet.“ So kommentierte der ukrainische Bergsteiger Andrii Vergeles auf Facebook den Tod von Oleksandr, genannt „Sanya“, Zakolodniy. Er starb am vergangenen Samstag bei Kämpfen um die ostukrainische Stadt Soledar, ebenso wie sein Freund Hryhoriy Hryhoriev, auch er ein ambitionierter Bergsteiger und Kletterer. Beide wurden 35 Jahre alt.

Nach der russischen Invasion in der Ukraine hatten sie – wie viele andere ukrainische Bergsteigerinnen und Bergsteiger – Eispickel und Seil beiseitegelegt und zu den Waffen gegriffen, um ihr Heimatland zu verteidigen.

Großes Verantwortungsbewusstsein

Zakolodniy gehörte zu den bekanntesten Alpinisten des Landes. Er war Vizepräsident des ukrainischen Bergsteigerverbands – einer, der sich engagierte. Seit zehn Jahren trainierte Zakolodniy Kinder und Jugendliche in dem von ihm geleiteten Kletterzentrum „Vertikal“ in der Millionenstadt Charkiw.

Er sei als Sportkletterer und auch als Höhenbergsteiger „körperlich unglaublich stark gewesen“, schreibt Irina Poltavets, eine Freundin der Familie Zakolodniy, auf Facebook und charakterisiert ihn so: „Immer lächelnd, aktiv, unglaublich verantwortungsbewusst nicht nur für sich und seine große Familie (vier Töchter), sondern auch für die Kinder anderer Leute und die Zukunft des Sports und des Landes.“ Zakolodniy hinterlässt seine Frau Olga sowie zwei gemeinsame Töchter und zwei Töchter aus einer früheren Ehe seiner Frau.

Anschlag am Nanga Parbat überlebt

Als Schüler trat Zakolodniy einem Wanderklub in Charkiw bei. Dort sammelte er auch erste Erfahrungen im Klettern. Diese vertiefte er später während seines Sportstudiums. Zakolodniy gehörte dem ukrainischen Nationalkader im Bergsteigen an und nahm an einigen Expeditionen teil. So erwarb er sich den prestigeträchtigen Bergsteiger-Titel „Schneeleopard“, indem er alle fünf auf…