Das Wichtigste in Kürze: Luxemburgs Außenminister nimmt den deutschen Kanzler in Schutz Rheinmetall könnte 139 Leopard-Panzer liefern – bis Anfang 2024 NATO-Chef Stoltenberg sieht keine Spaltung innerhalb des Bündnisses Selenskyj spricht von russischen Angriffen „rund um die Uhr“ Schulunterricht ist in der Ukraine kaum noch möglich

 

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat den deutschen Bundeskanzler in der Panzer-Debatte in Schutz genommen. „Der Feind ist nicht Bundeskanzler Scholz, der Feind heißt Putin. Und darauf sollten wir uns konzentrieren“, sagte Asselborn im ZDF-Nachrichtenmagazin „heute-journal“.   

Zwar habe Olaf Scholz zu der von Kiew geforderten Lieferung von Leopard-Panzern noch nicht Nein gesagt, aber eben auch noch nicht Ja. Im Übrigen sei Deutschland in dieser Frage in der EU auch nicht so isoliert, wie es in deutschen Medien teilweise dargestellt werde, sagte Asselborn. Es gebe auch andere „große Länder und Grenzländer“, die zögerten, diesen Schritt zu machen.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn

Asselborn sprach von etwa 300 benötigten Panzern möglichst eines Typs. Und wenn man sich umschaue, sei eben nur ein Modell so massiv in Europa präsent. Es gebe 2000 Leopard-Panzer in Europa.

Rheinmetall könnte 139 Leopard-Panzer liefern – nach und nach

Der Rüstungskonzern Rheinmetall könnte der Ukraine nach Angaben eines Sprechers insgesamt 139 Leopard-Panzer der Typen 1 und 2 liefern. 29 Leopard 2A4 könnten bereits im April oder Mai dieses Jahres bereitstehen, sagte der Unternehmenssprecher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Vom Leopard 1 könne Rheinmetall 88 Fahrzeuge „verfügbar machen“.

Zudem verfüge der Konzern noch über 22 weitere Leopard 2A4, deren Instandsetzung ein knappes Jahr dauern würde, so dass sie Ende 2023 oder Anfang 2024 ausgeliefert werden könnten, fügte der Sprecher hinzu.

Stoltenberg sieht keine Spaltung innerhalb der NATO

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht trotz der heftigen Diskussion um die…