Mit einem besonders attraktiven Wechselkurs für den Argentinischen Peso löste der Kreditkartenanbieter Visa hierzulande eine wahre Einkaufsmanie aus – denn unterm Strich ließen sich sämtliche Waren über Paypal mit 40 Prozent Rabatt ordern. Leider weiß kaum jemand, wie es nun weitergeht.

Für viele Nutzer:innen des Schnäppchenportals „Mydealz“ gilt der Peso-Deal als Coup des Jahres: Vor wenigen Tagen meldete das Mitglied „kenixa“, dass man mit einer Visa-Kreditkarte und einem Paypal-Account offenbar bei allen Akzeptanzstellen des Zahlungsdienstleisters bis zu 40 Prozent auf jeden Einkauf sparen könne – quasi das gesamte Internet war somit stark rabattiert. Was folgte, war ein wahrer Kaufrausch. In mehr als 38.000 Kommentaren berieten sich Gleichgesinnte, wo es die besten Rabatte zu holen gab und was man unbedingt kaufen sollte.

Auslöser dieser Manie war eine Besonderheit im Zusammenhang mit dem Argentinischen Peso. Denn tatsächlich hatte die Regierung zur Stärkung der Wirtschaft in Argentinien für Zahlungen mit ausländischen Kreditkarten einen sehr attraktiven Wechselkurs eingerichtet.

Vor Ort

Ablenkung von der Krise

Argentinien leidet unter 100 Prozent Inflation. Wie gut, dass es die WM gibt – für ein paar Tage jedenfalls

17.12.2022

41 Rabatt auf nahezu jeden Einkauf

Gedacht war das so: Wer als Tourist mit seiner Kreditkarte vor Ort etwas kauft, dessen Ausgaben werden nicht in den „Dollar Oficial“ umgerechnet, sondern den deutlich besser gestellten „Touristen-Dollar“. So wollte Argentinien einen Anreiz für Käufe im Land schaffen und damit Devisen ins wirtschaftlich geschwächte Land holen.

Soweit die Theorie. Denn in der Praxis hatte der „Touristen-Dollar“ Auswirkungen in ganz anderen Ländern der Welt. Es…