Podcast „Ukraine – die Lage“
„Kein eindeutiges Bild“: Scholz-Regierung stiftet laut Sicherheitsexperte Mölling bewusst Verwirrung

„Das Einzige, was ich nicht höre, ist: Wir haben den großen Plan“, sagt Sicherheitsexperte Christin Mölling

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Der Sicherheitsexperte Christian Mölling hält der Bundesregierung vor, nicht über ein geschlossenes Konzept zur Unterstützung der Ukraine zu verfügen. In der Panzer-Frage stifte Berlin daher seiner Ansicht nach aus taktischen Gründen Verwirrung. 

Der Sicherheitsexperte Christian Mölling hat der Bundesregierung vorgehalten, nicht über ein geschlossenes Konzept zur Unterstützung der Ukraine zu verfügen und in der Frage der Panzerlieferungen aus taktischen Gründen Verwirrung zu stiften. Im stern-Podcast „Ukraine – die Lage“ sagt er am Dienstag: „Es ergibt sich kein eindeutiges Bild – und das ist, glaube ich, auch gewollt.“ Der Forschungsdirektor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik sagte weiter, es sei klar erkennbar, dass es auch innerhalb der Bundesregierung keine einheitliche Linie gebe. Für die Demokratie sei es zwar kein Schaden, wenn Meinungsverschiedenheiten deutlich würden. Eine Entscheidung sei aber überfällig. „Es hätte in Ramstein schon abgeräumt werden müssen“, sagte er zu der Debatte um die Lieferungen beim Treffen der Ukraine-Unterstützer Ende der vergangenen Woche auf der US-Airbase in Rheinland-Pfalz. 

Mölling sieht keinen „großen Plan“ hinsichtlich Leopard-Lieferungen

Nach Möllings Einschätzung ist Deutschland erheblicher Schaden dadurch entstanden, dass es der Lieferung bislang nicht zugestimmt habe. Er beklagte, dass dafür eine überzeugende Begründung fehle. Wörtlich sagte Mölling: „Das Einzige, was ich nicht höre, ist: Wir haben den großen Plan….