Konjunktur
Deutsches Konsumklima hellt sich langsam weiter auf

Eine Person geht nach dem Einkauf mit Tragetaschen durch die Fußgängerzone. Foto

© Oliver Berg/dpa

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland war wegen der gestiegenen Preise und der düsteren Aussichten im Herbst auf einem Tiefpunkt angelangt. Inzwischen geht es wieder aufwärts – aber nur leicht.

Die Verbraucher in Deutschland schöpfen nach langer Durststrecke allmählich wieder etwas Hoffnung. Das Konsumklima hat sich im Januar leicht aufgehellt, wie das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK ermittelte. Für Februar gehen die Experten von einer weiteren Verbesserung der Stimmungslage aus – das ist die vierte leichte Verbesserung in Folge.

„Weniger stark steigende Preise für Energie – auch aufgrund kostendämpfender Maßnahmen der Bundesregierung – sind in erster Linie für den erfreulichen Start verantwortlich“, hieß es zur Begründung. „Mit dem vierten Anstieg in Folge festigt sich der positive Trend des Konsumklimas. Auch wenn das Niveau noch sehr niedrig ist, hat der Pessimismus zuletzt doch nachgelassen“, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Trotz einer weniger trüben Stimmung werde dieses Jahr für die Binnenkonjunktur schwierig bleiben, prophezeite Bürkl. Der private Konsum werde keinen positiven Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leisten können.

Der Erkenntnisse für das Konsumklima setzen sich in der monatlichen GfK-Studie aus drei Teilen zusammen: Erwartungen zur Konjunktur und zum Einkommen sowie die Anschaffungsneigung. Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen bleibe gering, unter anderem weil viele Menschen Geld zurücklegten, etwa für höhere Heizkostenrechnungen. Die anderen beiden Bestandteile des Konsumklimas hätten sich erholt.