Fragen & Antworten
Das folgt aus der Kampfpanzer-Entscheidung

Ein Kampfpanzer der Bundeswehr vom Typ Leopard 2 A7V

© Philipp Schulze / DPA

Das zähe Ringen und Abwägen, ob Leopard-Panzer an die Ukraine abgegeben werden, ist vorbei. Deutschland liefert der Ukraine Leopard 2 und genehmigt das auch anderen Staaten. Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Panzer-Entscheidung.

Nun geht es Schlag auf Schlag: Nach einer als zäh und zu zögerlich kritisierten Debatte liefert Deutschland zusammen mit dem Schrittmacher Polen und wohl auch weiteren Verbündeten Kampfpanzer vom Typ Leopard an die Ukraine. Das von Russland angegriffene Land wird in seiner Fähigkeit gestärkt, besetzte Gebiete zurückzuerobern und Angriffe abzuwehren. Darum geht es:

Warum fordert die Ukraine den Leopard so dringend ein?

Vom ersten Kriegstag an hat die Ukraine die russischen Angreifer mit ihren militärischen Fähigkeiten überrascht: Der Vormarsch wurde gestoppt und im Lauf der inzwischen elf Kriegsmonate auch zurückgedrängt. Aber Russland lässt nun neue gepanzerte Kräfte für einen erwarteten großen Vorstoß aufmarschieren, bei dem die Ukraine schwere Verluste erleiden oder weitere Gebiete verlieren könnte. Der frühere Nato-General Hans-Lothar Domröse etwa erwartet, wie andere Experten auch, „eine fürchterlich blutige Frühjahrsoffensive“.

Welche Kampfpanzer hat die Ukraine bisher, was können die Leopard-Panzer besser?

Die Ukraine hat aus eigenen Beständen und von Partnern („Ringtausch“) hunderte Schützenpanzer sowie Kampfpanzer aus sowjetischer Entwicklung. Darunter sind ältere Kampfpanzer wie T-72 oder T-80 und – als Beute-Panzer, von russische Truppen zurückgelassen – auch das Folgemodell T-90. Westliche Kampfpanzer, hier vor allem der Leopard, sollen nun die…