Fragen & Antworten
Darum geht es jetzt in der Kampfpanzer-Debatte

Ein Kampfpanzer der Bundeswehr vom Typ Leopard 2 A7V

© Philipp Schulze / DPA

In das zähe Ringen und Abwägen, ob Leopard-Panzer an die Ukraine abgegeben werden, kommt Bewegung. Polen erhöht mit einem Antrag den Druck, der Nato-Generalsekretär betont in Berlin die Dringlichkeit und Deutschlands neuer Verteidigungsminister deutet einen Plan an.

Nun könnte es Schlag auf Schlag gehen: Als erstes Land hat Polen bei der Bundesregierung eine Liefererlaubnis für 14 Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A4 an die Ukraine beantragt. Und der neue deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat am Dienstag in Berlin erklärt, dass er „in Kürze“ eine Entscheidung über mögliche Lieferungen aus Deutschland erwartet. Darum geht es:

Warum fordert die Ukraine den Leopard so dringend ein?

Vom ersten Kriegstag an hat die Ukraine die russischen Angreifer mit ihren militärischen Fähigkeiten überrascht: Der Vormarsch wurde gestoppt und im Lauf der inzwischen elf Kriegsmonate auch zurückgedrängt. Aber Russland lässt nun neue gepanzerte Kräfte für einen erwarteten großen Vorstoß aufmarschieren, bei dem die Ukraine schwere Verluste erleiden oder weitere Gebiete verlieren könnte. Der frühere Nato-General Hans-Lothar Domröse etwa erwartet, wie andere Experten auch, „eine fürchterlich blutige Frühjahrsoffensive“.

Welche Kampfpanzer hat die Ukraine bisher, was können die Leopard-Panzer besser?

Die Ukraine hat aus eigenen Beständen und von Partnern („Ringtausch“) hunderte Schützenpanzer sowie Kampfpanzer aus sowjetischer Entwicklung. Darunter sind ältere Kampfpanzer wie T-72 oder T-80 und – als Beute-Panzer, von russische Truppen zurückgelassen – auch das Folgemodell T-90. Westliche Kampfpanzer,…