Sehen Sie im Video: Bundesverdienstkreuz für Margot Friedländer – „Wenn Ihr Menschen seid, könnt Ihr kein Nazi sein“.

STORY: „Wem soll ich danken? Meiner Mutter, Euch, meinen Freunden. Ich bin unendlich gerührt. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Was ich tue, ist eine Herzensangelegenheit.“ So die Reaktion der 121. Ehrenbürgerin von Berlin am Montag bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Mehrere weitere deutsche Verdienstbekundungen hat die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer bereits inne. Inzwischen ist sie 101 Jahre alt. Friedländer überstand die NS-Zeit teils versteckt, überlebte das Konzentrationslager Theresienstadt, ihre Familie wurde von den Nazis ermordet. Als Zeitzeugin berichtet sie über ihre Erlebnisse und mahnt dabei, das Geschehene nicht zu vergessen. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey würdigte die Geehrte im Roten Rathaus. „Berlin ist Ihnen unendlich dankbar für das, was sie für unsere Stadt getan haben, auch trotz des unerträglichen Leids, das Sie erfahren mussten, das ihre Familie erfahren musste. Und deshalb danken wir Ihnen für Ihren leidenschaftlichen Einsatz für die Erinnerung an die Opfer des Holocaust und für Ihren Kampf gegen Antisemitismus.“ Nach der Ordenszeremonie wurde eine Büste enthüllt, als weitere Würdigung von Margot Friedländer. Und sie soll auch das letzte Wort haben. „Wenn Ihr Menschen seid, könnt Ihr kein Nazi sein. Ihr müsst Menschen respektieren. Respektiert Menschen, wir sind alle gleich.“