Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) sagte in Berlin bei der Vorstellung der neuen Afrika-Strategie ihres Ministeriums, dass Deutschland sich für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und einen sozial ökologischen Wandel der Wirtschaft einsetzen werde. Auch die Geschlechtergerechtigkeit werde ein Schwerpunkt sein. Sie betonte: „Afrika wächst und verändert sich gewaltig.“ Ihren Angaben zufolge wird die Entwicklung des Kontinents das 21. Jahrhundert prägen. „Wir sprechen in Afrika über die größte Jugendgeneration aller Zeiten,“ erklärte Schulze weiter. 

Dem Entwicklungsministerium zufolge könnten bis 2050 zweieinhalb Milliarden Menschen in Afrika leben. Das würde ein Viertel der Weltbevölkerung ausmachen. Den aktuellen Angaben nach sind es 1,4 Milliarden. „Es sind Jobs, die den Unterschied machen zwischen Perspektivlosigkeit, Frust und Instabilität auf der einen Seite und Entwicklung, Innovation und der Bewältigung von Krisen auf der anderen Seite“, sagte die Ministerin. Deutschland plane, bei der Strategie mit anderen europäischen Ländern zusammenzuarbeiten. 

Auch Außenministerin Annalena Baerbock (Mitte) pocht auf eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Afrika und Deutschland

Sozial und ökologisch gerecht

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht das „Just Transition“-Konzept, zu deutsch der gerechte Wandel. Hierbei gehen westliche Industriestaaten Partnerschaften mit ausgewählten Entwicklungs- und Schwellenländern ein, um ihnen mit der Transition zur Klimaneutralität zu helfen. In Kenia zum Beispiel soll der Anteil erneuerbarer Energien von derzeit 90 Prozent auf 100 Prozent bis zum Jahr 2030 erhöht werden. Die Bundesregierung hofft, dass das Land dadurch eine Vorbildfunktion in Afrika einnimmt.

Hinsichtlich einer „Feministischen Entwicklungspolitik“ sollen die Ursachen für Ungleichbehandlung und Diskriminierung von Frauen und Mädchen bekämpft und deren Rechte gestärkt werde. Dazu unterstützt das Ministerium auch eine Initiative, die Frauen den…