1550 Quadratkilometer groß
Er hat in etwa die Größe Londons: Riesiger Eisberg in der Antarktis abgebrochen

Blick auf den abgebrochenen Eisberg in der Antarktis aus der Luft

© Ian Potten / DPA

In der Antarktis ist ein enorm großer Eisberg abgebrochen. Laut Experten hat er etwa die Größe Londons. Mit dem Klimawandel hänge das Ereignis jedoch nicht zusammen.

Ein riesiger Eisberg ist in der Antarktis abgebrochen. Der rund 1550 Quadratkilometer – also fast den Ausmaßen der Millionenstadt London samt Außenbezirken entsprechend – große Eisklotz habe sich am vergangenen Sonntag während einer Springflut vom sogenannten Brunt-Eisschelf in der Antarktis gelöst, teilte die Polarforschungsorganisation British Antarctic Survey (BAS) mit.

„Diese Abspaltung haben wir erwartet, sie ist Teil des natürlichen Verhaltens des Brunt-Schelfeises. Das hängt nicht mit dem Klimawandel zusammen“, sagte der BAS-Gletscherforscher Dominic Hodgson einer Mitteilung zufolge. Den Abbruch eines rund 1200 Quadratkilometer großen Eisberges im vergangenen Jahr hatten Forscher hingegen mit der Erderwärmung in Zusammenhang gebracht, da sich das Schmelzen des Meereises durch höhere Temperaturen deutlich beschleunigt hat.

Der Spalt in der Eisdecke, der mit „Chasm-1“ sogar einen Namen trug, ist bereits vor Jahren von Forschern entdeckt worden. Über die Jahre hinweg vergrößerte er sich, bis sich der Eisbrocken nun ablöste.

Riesen-Eisberg in der Antarktis soll noch einen Namen erhalten

Die British Antarctic Society betreibt auf dem Brunt-Schelfeis in der Antarktis eine Forschungsstation. Diese ist als Vorsichtsmaßnahme bereits im Jahr 2016 gut 20 Kilometer weiter ins Inland verlegt worden, um bei Abbrüchen wie den kürzlich beobachteten nicht gefährdet zu sein. Von November…