17. Spieltag
Wolfsburg watscht die Hertha im Olympiastadion ab

Der Wolfsburger Mattias Svanberg (l) jubelt nach seinem Führungstreffer in Berlin. Foto

© Soeren Stache/dpa

In dieser Verfassung steigt Hertha BSC aus der Bundesliga ab. Gegen die weiter vom Offensivspaß beglückten Wolfsburger kassieren die Berliner eine klare Niederlage.

Nach dem nächsten Debakel empfing die Hertha-Spieler eisiges Schweigen. Beim Gang in die Kurve gab es nicht einmal mehr Pfiffe von den enttäuschten Anhängern. Niko Kovac hat seiner alten Liebe Hertha BSC mit seinem VfL Wolfsburg im Abstiegskampf einen üblen Stich versetzt.

Drei Tage nach dem Sechserpack gegen den SC Freiburg erlebten die Niedersachsen beim 5:0 (3:0) in Berlin den nächsten Torrausch und verschärften die Krisenstimmung beim erschreckend hilflosen Hauptstadtclub. Mattias Svanberg (4. Minute), Maximilian Arnold (31./Handelfmeter), Jonas Wind (34.), Ridle Baku (72.) und Omar Marmoush (86.) erzielten die Tore in der einseitigen Partie.

Während Wolfsburg mit nun zehn Spielen ohne Niederlage auf Europacup-Kurs liegt, verharrt die desolate Hertha zum Ende der Hinrunde der Fußball-Bundesliga auf dem 17. Platz. Die Berliner kassierten vor 29.483 Zuschauern im Olympiastadion ihre höchste Saisonniederlage und erstmals fünf Gegentore. „Ich wünsche dem Club, dass sie da rauskommen. Da hängt schon mein Herz an Hertha“, sagte Kovac, der mit dem Auftritt seines Teams hochzufrieden war: „Das war eine runde Leistung in einem Auswärtsspiel.“

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