Verkehr
Verspätete Einfahrt – Warten auf das 49-Euro-Ticket

Eine Regio-S-Bahn hält an einem Bahnsteig im Hauptbahnhof Oldenburg. Foto

© Hauke-Christian Dittrich/dpa

Eigentlich sollten Fahrgäste längst mit dem „Deutschlandticket“ unterwegs sein – doch der Pauschaltarif für Busse und Bahnen lässt noch Monate auf sich warten. Was noch zu tun ist.

Fahrgäste von Bussen und Bahnen im Nahverkehr müssen möglicherweise noch länger auf das geplante 49-Euro-Ticket warten. Nach mehrmonatiger Verzögerung hält Bremens Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne) auch die angestrebte Einführung spätestens zum 1. Mai für nicht gesichert. Detailfragen sind demnach noch ungeklärt. Die SPD-Fraktion mahnte am Wochenende: „Das Deutschlandticket muss schnellstmöglich und ohne Umschweife kommen.“

Fraktionsvize Detlef Müller sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Das Verkehrsministerium, die Länder und Verbünde müssen mit Hochdruck an der Umsetzung arbeiten statt sich weiter in Detailfragen zu verkämpfen. Die Menschen erwarten eine günstige und einfache Lösung.“

Im vergangenen Sommer hatten Millionen Fahrgäste während einer dreimonatigen Rabattaktion das 9-Euro-Ticket genutzt. Als dauerhafter Nachfolger ist ein bundesweit gültiges Ticket für 49 Euro im Monat für Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr geplant.

„Für den termingerechten Start zum 1. Mai 2023 brauchen wir aber mehr Kompromisse und Solidarität – und einen Bundesminister, der nicht die Umsetzung blockiert“, sagt die Bremer Senatorin Schaefer nach einem Arbeitstreffen am Freitag. Noch im Herbst hatten die Verkehrsminister unter ihrem Vorsitz eine Einführung im Januar angestrebt, doch die Vorbereitungen ziehen sich hin. Viele Fragen sind noch nicht geklärt.