Im November 2021 war Sean Penn für das Filmprojekt in die Ukraine gereist, in der Region um Donezk im Osten des Landes machte er sich einen Eindruck von der Situation an der Frontlinie zu den Separatistengebieten. Später traf er den seit 2019 amtierenden Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Auch am 24. Februar 2022, dem Tag der russischen Invasion in die Ukraine, war der US-Schauspieler in der Ukraine.

Vom Komiker zum Staatschef in Kriegszeiten

Der Film, der ursprünglich Selenskyjs Karriere vom Schauspieler und Komiker zum Staatschef behandeln sollte, nahm durch den Kriegsbeginn eine kaum vorhersehbare Wendung. Auf der 73. Berlinale wird der Film „Superpower“ nun seine Weltpremiere feiern, wie der künstlerische Direktor des Festivals, Carlo Chatrian, am Montag (23. Januar 2023) in Berlin bekanntgab.

Bei einer Podiumsdiskussion sagte der zweifache Oscar-Preisträger Penn („Milk“ (2008), „Mystic River“ (2003)) im April vergangenen Jahres: „Wir trafen uns mit Selenskyj, einem Mann im Anzug, und am nächsten Morgen marschierten die Russen ein. Als ich ihn das nächste Mal sah, trug er einen Tarnanzug und die Welt hatte sich verändert.“

Sean Penn im November 2021 in der bereits damals umkämpften Region Donezk

Russland hatte Sean Penn wegen seines Engagements für die Ukraine im Herbst vergangenen Jahres dauerhaft die Einreise verweigert. Der Schauspieler unterstützt auch ukrainische Kriegsflüchtlinge. Im November 2022 überreichte er Selenskyj einen seiner Oscars, den er erst nach dem Sieg der Ukraine zurück haben wolle.

Das Rahmenprogramm der Berlinale 2023

Die Berlinale-Geschäftsführerin Mariëtte Rissenbeek kündigte an, dass für das Rahmenprogramm der Filmfestspiele zahlreiche Solidaritätsaktionen für die Ukraine und den Iran geplant würden. Nähere Informationen werden am 7. Februar bekannt gegeben, zusammen mit den Terminen für die Berlinale-Filme.

Die 73. Berlinale startet am 16. Februar und endet am 26. Februar 2023.