Neue Studie
Nur neun Prozent verlassen das Land: Russland hat westliche Unternehmen fest im Griff

McDonald’s hat sich schon lange aus Russland zurückgezogen – viele andere Unternehmen sind jedoch geblieben

© Picture Alliance

von Clara Suchy

23.01.2023, 12:11
2 Min.

Zu Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine kündigten massenhaft westliche Unternehmen ihren Rückzug aus Russland an. Doch fast ein Jahr später haben sich weit weniger Firmen tatsächlich zurückgezogen als ursprünglich angenommen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei ntv.de

Es gibt einige bekannte Fälle: Die Opel-Muttergesellschaft Stellantis stellt ihre Produktion in Russland ein, IKEA führt keine Waren mehr nach Russland ein oder aus, McDonalds hat sich vollständig aus Russland zurückgezogen. Zu Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine vor fast einem Jahr kündigten viele westliche Unternehmen ihren Rückzug aus Russland an. Doch eine neue Studie der renommierten Universität St. Gallen zeigt, dass weit weniger Unternehmen ihren Ausstieg tatsächlich vollzogen haben als bisher vermutet. In Summe sind es weniger als neun Prozent.

Schauprozess in Russland

Botschaften im Supermarktregal: Für die Wahrheit soll eine junge Frau mit ihrer Freiheit büßen

21.01.2023

Der Studie zufolge waren im April 2022 insgesamt 2405 Tochtergesellschaften von 1404 EU- und G7-Unternehmen in Russland tätig. Diese Zahlen stammen aus der ORBIS-Datenbank, die Informationen über mehr als 400 Millionen Unternehmen weltweit enthält. Bis November 2022 hatten 120 (8,5 Prozent) dieser Unternehmen mindestens eine Tochtergesellschaft vollständig aus Russland abgezogen.

In vielen Fällen „kein wirklicher Rückzug aus Russland“

Von…