Raumfahrt
Ärger mit Trägerraketen: Europas Raumfahrt in der Krise?

Die Vega C ist eine Weiterentwicklung der Vega, die seit 2012 im Einsatz ist und leichte Satelliten ins All bringt. Foto

© M. Pedoussaut/ESA/dpa

Die europäische Trägerrakete Ariane 6 fliegt mit großer Verspätung erst Ende des Jahres. Die kleinere Vega C erlitt bei ihrem ersten kommerziellen Flug eine Panne. Was heißt das für den europäischen Zugang zum All?

Die neue europäische Trägerrakete Ariane 6 soll erst Ende des Jahres starten, der erste kommerzielle Flug der kleineren Vega C ging kürzlich schief. Um die europäischen Trägerraketen ist es derzeit nicht gut bestellt. Aber was heißt das für die europäische Raumfahrt? Droht Europa weiter abzufallen?

„Wir sind in einer ernsthaften Krise des europäischen Trägerraketen-Sektors“, teilte die europäische Raumfahrtagentur Esa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Begonnen habe diese vor knapp einem Jahr, als Russland entschied, seine Sojus-Raketen vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana abzuziehen. Es folgten Verzögerungen bei der Ariane 6, die nun im letzten Quartal des Jahres erstmals starten soll – und damit drei Jahre später als ursprünglich geplant. Ende Dezember reihte sich dann der gescheiterte erste kommerzielle Flug der Vega C in die Liste der Probleme ein.

Was genau bei dem Flug schieflief, als die Rakete nur wenige Minuten nach dem Start von ihrem Kurs abkam, soll eine Expertenkommission ergründen. Raketenbetreiber Arianespace hatte von einem Problem beim Triebwerk Zefiro 40 und einem Druckabfall gesprochen. Erste Ergebnisse der Kommission soll es im Februar geben.

„Zugang zum All steht nicht auf dem Spiel“

Eigentlich sollten in diesem Jahr drei…