Der sanktionierte Oligarch Leonid Michelson hängt an seiner Super-Jacht „Pacific“. So sehr, dass er keine Kosten und Mühen scheute, sie nach Beginn der russischen Invasion in Sicherheit zu bringen. Wie das gelang, berichten erstmals ehemalige Mitglieder einer Crew.

Es gibt nur wenige Branchen, die so verschwiegen sind, wie die der Jachten. Kein Wunder: Die besten Kunden in dieser Welt sind russische Oligarchen und arabische Milliardäre, die einen hohen Wert auf Privatsphäre legen. Zu Beginn der russischen Invasion in der Ukraine gerieten viele Schiffseigner unfreiwillig ins Rampenlicht – denn bedingt durch die vielen Sanktionen aus der westlichen Welt wurden die Jachten zu einem beliebten Ziel für Razzien und Beschlagnahmungen – manche sogar bereits für den Verkauf durch Behörden. Das gleiche Schicksal ereilte schnell auch andere Vermögenswerte, etwa opulente Villen in beliebten Küstenorten oder prall gefüllte Konten bei hiesigen Banken.

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Für viele Oligarchen war es daher schon vor dem eigentlich Beginn des russischen Überfalls höchste Priorität, die wertvollen Schäfchen ins Trockene zu bringen. Während das mit Häusern kaum gelang, waren besonders bei den millionenschweren Jachten ungewöhnliche Manöver zu beobachten. So verließ Wladimir Putins Jacht „Graceful“ während Reparaturarbeiten Anfang Februar des vergangenen Jahres den Hamburger Hafen unverrichteter Dinge gen Kaliningrad und die Flotte von Roman Abramowitsch, der 16 Schiffe besitzen soll, wies seine Kapitäne an, türkische Gewässer aufzusuchen.

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