Krieg in der Ukraine
Moskau: Ukraine nutzt Atomkraftwerke als Waffenlager

Laut Kiew soll Russland auch Militärtechnik auf dem AKW-Gelände in Saporischschja stationieren. Foto

© Leo Correa/AP/dpa

Russland droht immer wieder damit, Waffen aus dem Westen zu vernichten. Dem russischen Geheimdienst zufolge hat Kiew nun Raketen und Artillerie in das AKW Riwne transportiert.

Der russische Auslandsgeheimdienst (SWR) wirft der Ukraine vor, vom Westen gelieferte Waffen zum Schutz vor Zerstörungen auf dem Gelände von Atomkraftwerken zu stationieren.

Das Kalkül Kiews sei, dass die russischen Truppen wegen der Gefahr einer nuklearen Katastrophe keine Schläge gegen die AKW verübten, teilte der Chef des Auslandsgeheimdiensts, Sergej Naryschkin, in Moskau mit. Überprüfbar sind die SWR-Angaben nicht. Naryschkin behauptete, dass es glaubwürdige Angaben gebe, dass etwa Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars und großkalibrige Artillerie dort untergebracht würden.

In der letzten Dezember-Woche seien etwa über die Bahnstation Rafaliwka im Westen der Ukraine Eisenbahnwaggons mit der „tödlichen Fracht“ in das Atomkraftwerk Riwne gebracht worden, hieß es. Beweise präsentierte der SWR nicht. „Wenn es eine große Detonation gibt und ein Kernkraftwerk etwa durch eine neue Fehlleitung einer Rakete der ukrainischen Flugabwehr zerstört wird, wird die Schuld an der Tragödie immer auf Moskau geschoben“, hieß es in der SWR-Mitteilung.

Russland: „Ukraine baut schmutzige Bombe“

Der Kreml in Moskau teilte mit, dass die SWR-Angaben die Aufmerksamkeit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) auf sich ziehen sollten. Zuletzt hatte Russland schon behauptet, die Ukraine baue an einer schmutzigen Bombe mit nuklearem Material. Die IAEA-Experten…