Joshua Kimmich und Leon Goretzka sind im Mittelfeld der Bayern gesetzt. Tragen sie ihren Status zurecht?

Die Doppel-Sechs des FC Bayern besteht aus Joshua Kimmich und Leon Goretzka. Seit dem Abgang von Thiago gab es daran nie etwas zu rütteln. Die beiden entwickelten sich unter Hansi Flick zu den Mittelfeld-Leitwölfen und erschafften sich einen Status der Unantastbarkeit. Doch tragen sie diesen Status überhaupt noch zurecht?

Das zentrale Mittelfeld entscheidet nicht selten über Wohl und Wehe eines Vereins. In unzähligen Spielen haben Joshua Kimmich und Leon Goretzka den FC Bayern schon zu wichtigen Siegen geführt. Das Duo versteht sich privat sehr gut und zieht auch im Spiel stets an einem Strang. Kimmich glänzt mit seinem Passspiel, seiner Mentalität und seiner Kreativität, wohingegen Goretzka eher als athletischer und zweikampfstarker Akteur gilt, der auf seinen Ausflügen nach vorne auch selbst gefährlich werden kann. Auf dem Papier ergänzen sich die beiden prinzipiell recht gut.

Erste Zweifel an der Doppelsechs der Bayern gab es dann jedoch im Verlaufe der Hinrunde. Nachdem Marcel Sabitzer für Goretzka Platz machen musste, geriert das Münchner Spiel ein Stück weit in Schieflage. Während Sabitzer Kimmich den Rücken freihielt und dieser sich ideal entfalten konnte, kam mit Goretzka natürlich ein anderer Spielertyp in die Startelf.

In der Regel ist es schließlich der Ex-Schalker, der die Achterrolle übernimmt und die Wege nach vorne machen soll. Die Aufgabe von Kimmich liegt dann vor allem darin, das Spiel aus dem Zentrum zu lenken und gleichzeitig als Absicherung präsent zu sein. Diesem Job kam er jedoch phasenweise nicht ausreichend nach, weshalb es von vielen Seiten Kritik nach dem Motto „Kimmich turnt überall rum, nur nicht da, wo er gebraucht wird“ regnete.

Im zweiten Teil der Hinrunde positionierte sich der Mittelfeld-Leader aber besser, wodurch die…