Jahrespressekonferenz
DGB sieht „mittelfristig“ Standortvorteile in Deutschland

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes: Yasmin Fahimi. Foto

© Christoph Soeder/dpa

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hofft auf unternehmerische Standorttreue im Gegenzug für staatliche Förderungen. Doch der Staat habe noch viel zu tun.

Staatlicher Einsatz für eine klimaschonende Umgestaltung der Wirtschaft und mehr soziale Sicherheit – mit diesen Kernforderungen blickt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf das neue Jahr.

So müssten Unternehmen verpflichtet werden, neue Wertschöpfung und klimagerechte Produkte zu entwickeln und auszubauen, sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi auf der DGB-Jahrespressekonferenz in Berlin. Im Gegenzug solle die Wirtschaft staatlich unterstützt werden. Dabei müsse gelten: „Ohne Standorttreue keine Standortvorteile.“ Die Unternehmen sollten keine Produktion ins Ausland verlagern, mahnte Fahimi.

Stattdessen betonte sie, „welche Chancen mittelfristig in diesem Standort liegen.“ Beim Blick auf die USA und den dort eingeführten Inflation Reduction Act solle man auch sehen, dass es auch in Deutschland Unterstützung und Förderprogramme gäbe. US-Präsident Joe Biden hatte im August den sogenannten Inflation Reduction Act unterzeichnet. Das Gesetz sieht milliardenschwere Investitionen in den Klimaschutz und Soziales vor.

„Jetzt geht es um Zukunft und Transformation“

Es geht um die „Ich sehe die große Chance darin, dass es einen gemeinsamen Handschlag gibt zwischen Politik, den Unternehmen, dem Kapital und uns“, sagte Fahimi. In Deutschland sollte man „in die Standorte und in neue Wertschöpfungsketten investieren, die am Ende eben langfristig nicht nur gewisse Preisstabilitäten, sondern halt eben auch…