Jahrespressekonferenz
DGB: „Ohne Standorttreue keine Standortvorteile“

Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, spricht bei der Jahrespressekonferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes zu den politischen Schwerpunkten des DGB für das Jahr 2023. Foto

© Christoph Soeder/dpa

Der Deutsche Gewerkschaftsbund stellt einige Forderungen an Unternehmen für die Zukunft auf. Darunter unter anderem: eine Entwicklung hin zu klimagerechten Produkten. Doch das ist nicht alles.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat einen energischen staatlichen Einsatz für eine klimaschonende Umgestaltung der Wirtschaft und mehr soziale Sicherheit gefordert. So müssten Unternehmen verpflichtet werden, neue Wertschöpfung und klimagerechte Produkte zu entwickeln und auszubauen, sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi am Montag in Berlin.

Im Gegenzug solle die Wirtschaft staatlich unterstützt werden. Dabei müsse gelten: „Ohne Standorttreue keine Standortvorteile.“ Die Unternehmen sollten keine Produktion ins Ausland verlagern, mahnte Fahimi.

Eine tiefe Rezession durch die Energiepreiskrise und die Inflation sei abgewendet worden, sagte Fahimi. Auch eine Gasmangellage sei nicht eingetreten. „Jetzt geht es um Zukunft und Transformation.“

Zugleich forderte der DGB im neuen Jahr mehr Anstrengungen für mehr sozialen Ausgleich in Deutschland. „Dieses Jahr muss Jahr der Verteilungsgerechtigkeit werden“, sagte Vorstandsmitglied Stefan Körzell. Der soziale Zusammenhalt stehe aktuell auf der Kippe. Körzell forderte unter anderem eine einmalige Vermögensabgabe für jene mit großen Vermögen. Angesichts der Wohnungsknappheit in vielen deutschen Städten forderte Körzell ferner: „Die Politik muss jetzt das Ruder herumreißen und Baukapazitäten nutzen.“