Jahespressekonferenz
DGB sieht „mittelfristig“ Standortvorteile in Deutschland

Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, spricht bei der Jahrespressekonferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes zu den politischen Schwerpunkten des DGB für das Jahr 2023. Foto

© Christoph Soeder/dpa

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hofft auf unternehmerische Standorttreue im Gegenzug für staatliche Förderungen. Deutschland hätte einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen anderen Ländern, sagt DGB-Chefin Fahimi.

Staatlicher Einsatz für eine klimaschonende Umgestaltung der Wirtschaft und mehr soziale Sicherheit – mit diesen Kernforderungen blickt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf das neue Jahr. So müssten Unternehmen verpflichtet werden, neue Wertschöpfung und klimagerechte Produkte zu entwickeln und auszubauen, sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi am Montag auf der DGB-Jahrespressekonferenz in Berlin.

Im Gegenzug solle die Wirtschaft staatlich unterstützt werden. Dabei müsse gelten: „Ohne Standorttreue keine Standortvorteile.“ Die Unternehmen sollten keine Produktion ins Ausland verlagern, mahnte Fahimi.

Neue Wertschöpfungsketten erschließen

Stattdessen betonte sie, „welche Chancen mittelfristig in diesem Standort liegen.“ Beim Blick auf die USA und den dort eingeführten Inflation Reduction Act solle man auch sehen, dass es auch in Deutschland Unterstützung und Förderprogramme gäbe. US-Präsident Joe Biden hatte im August den sogenannten Inflation Reduction Act unterzeichnet. Das Gesetz sieht milliardenschwere Investitionen in den Klimaschutz und Soziales vor.

„Ich sehe die große Chance darin, dass es einen gemeinsamen Handschlag gibt zwischen Politik, den Unternehmen, dem Kapital und uns“, sagte Fahimi. In…