Arbeitsplätze
Kahlschlag? Ford-Beschäftigte vor ungewisser Zukunft

Auf dem Werksgelände von Ford in Köln: Der Autobauer will an seinem Kölner Standort nach Angaben des Betriebsrats im großen Stil Jobs abbauen. Foto

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Nach jahrelanger Schrumpfkur sollte es wieder besser laufen: 2021 und 2022 verkündete Ford Milliardeninvestitionen, um den Kölner Standort auf Elektrokurs zu trimmen. Doch die Feierstimmung ist verflogen.

Der Jobabbau beim Autobauer Ford in Köln geht weiter. Das Management wolle in den nächsten zwei bis zweieinhalb Jahren bis zu 3200 Stellen abbauen, sagte die Vize-Betriebsratschefin der Ford-Werke, Katharina von Hebel, am Montag in der Domstadt. Das wäre die Maximalzahl für den „schlimmsten Fall“. Anfang des Jahres hatte Ford in der Domstadt noch 14.000 Mitarbeiter. Für die Beschäftigten sei die Lage „erschütternd“, sagte die Betriebsrätin. „Die Kolleginnnen und Kollegen sind verängstigt und total verunsichert, wie es jetzt mit ihnen weitergeht.“ Den Griff zum Rotstift begründe das Management unter anderem mit einer Zentralisierung in den USA.

Ford ist im Umbruch, der lange auf Verbrennungsmotoren fokussierte US-Autokonzern brachte sich erst spät auf Elektrokurs. Dabei setzt die Firma auch künftig auf den Kölner Standort, der mit Milliardeninvestitionen für die Fertigung neuer Elektromodelle umgebaut werden soll. Im Werk in Saarlouis steht die Produktion hingegen vor dem Aus. Ford hat schon eine Umstrukturierung hinter sich, vor drei Jahren hatte die Firma noch knapp 18.000 Beschäftigte in der Stadt am Rhein.

SPD-Politiker: „Schock für uns alle“

Auch die Politik reagierte betroffen. Der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Christian Joisten, sprach von einem „Schock für uns alle in Köln“ und warnte vor einer…