Agrar
Unruhe am Soja-Markt

Soja wird vor allem als Futterzusatz in der Viehhaltung verwendet. Foto

© Martin Zabala/ZUMA/dpa

In Argentinien bricht die Ernte ein, Brasilien produziert soviel wie noch nie. Das wichtige Futtermittel wird auf der ganzen Welt in der Viehzucht eingesetzt.

Der globale Soja-Markt ist ordentlich in Bewegung geraten. Während in Argentinien die Ernte wegen der schwersten Dürre seit 60 Jahren dramatisch einbricht, steuert das Nachbarland Brasilien auf eine Rekord-Ernte zu. Die beiden gegensätzlichen Entwicklungen in zwei der wichtigsten Erzeugerländer der Sojabohne dürften auch Auswirkungen auf den Weltmarkt und die globale Versorgungslage haben.

In Argentinien wird die Soja-Ernte in der laufenden Saison um 25 Prozent kleiner ausfallen als erwartet, statt 49 Millionen Tonnen werden es wohl 37 Millionen Tonnen sein, wie die Getreidebörse in Rosario prognostiziert. Das ist eine um 13 Prozent geringere Ernte als im Vorjahr und die drittschlechteste der vergangenen 15 Jahren. Argentinien leidet derzeit unter dem Wetterphänomen La Niña, das zu deutlich geringeren Niederschlägen führt.

Die Weizenernte dürfte Schätzungen zufolge von 22,1 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr auf 14,9 Millionen Tonnen zurückgehen, für Mais korrigierten die Getreidebörsen ihre Erwartungen von 50 Millionen Tonnen auf 37,8 Millionen Tonnen herunter.

Auswirkungen auf die weltweite Versorgungslage

Für das Agrarland Argentinien bedeuten die Ernteausfälle schwere Verluste. Die Getreidebörse in Rosario beziffert die Mindereinnahmen auf rund acht Milliarden US-Dollar, das entspricht etwa 18 Prozent der Deviseneinnahmen durch landwirtschaftliche Exporte. Der Agrarsektor ist einer der wichtigsten Devisenbringer für das…