Kampfpanzer, Haubitzen, Luftabwehrsysteme, Munition: Im Kampf gegen Russland unterstützen zahlreiche Länder die Ukraine mit neuen Waffen. Im politischen Moskau lösen die angekündigten Lieferungen Hysterie aus. Der Kreml und seine Propaganda wissen sich nur mit der Atomkeule zu helfen. 

„Kannst du Leoparden liefern? Dann gib‘ sie her!“, rief der ukrainische Präsident dem deutschen Kanzler vor dem Waffen-Gipfel in Ramstein zu. Die Regierung von Wolodymyr Selenskyj bekommt die gewünschten Leoparden vorerst nicht. Doch die Waffen, die das westliche Bündnis dem vom Krieg verwüsteten Land zusichert, reichen aus, um in Moskau ein großes Geheul auszulösen. Regierungsvertreter wissen sich nicht anders zu helfen, als wieder die Atomkeule herauszuholen.

Den Anfang nachte Dmitri Medwedew. Der ehemalige Interims-Präsident, der auf das Gleis des vollkommen befugnisfreien stellvertretenden Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrates abgestellt wurde, schrieb in seinem liebsten sozialen Netzwerk Telegram: „Die Niederlage einer Atommacht in einem konventionellen Krieg kann den Ausbruch eines Atomkrieges provozieren. Keine Atommacht hat je einen großen Konflikt verloren, von dem ihr Schicksal abhing. Das sollte doch jedem klar sein. Sogar einem westlichen Politiker, der sich zumindest eine Spur von Intelligenz bewahrt hat.“

Der russische Botschafter in den USA, Anatoli Antonow, legte nach. Er unterstellte den USA, „die Welt in ein Katastrophenszenario zu führen“. „Was muss Russland noch sagen oder tun, damit die Hitzköpfe in der Verwaltung zur Vernunft kommen und ein nukleares Harmagedon verhindern?“, fragte Antonow.

Duma-Vorsitzender droht mit Vernichtung westlicher Staaten 

Am Sonntag schloss sich der Vorsitzende der Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, diesem Geheul…