Rentendebatte
Grüne stemmen sich gegen Kapitalstock für die Rente

Kritik am geplanten Kapitalstock für die Rente kommt auch von dem Grünen-Politiker Frank Bsirske. Foto

© Fabian Sommer/dpa

Mit dem „Generationenkapital“ will die Koalition Neuland betreten: Aktienanlagen sollen zur Absicherung der gesetzlichen Rente beitragen. Nun regt sich in der Ampel Widerstand.

Die Grünen im Bundestag stemmen sich gegen eine langfristige Absicherung der Rente durch einen stark anwachsenden Kapitalstock.

„Unser Rentensystem lässt sich nicht durch Aktienspekulationen fit für die nächsten Jahrzehnte machen“, sagte der Grünen-Sozialexperte im Bundestag, Frank Bsirske, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Mit der Aktienrücklage will die Ampel-Koalition angesichts der Verrentung geburtenstarker Babyboomer-Jahrgänge in eine teilweise Kapitaldeckung einsteigen. Dies soll der langfristigen Stabilisierung von Rentenniveau und -beitragssatz dienen.

Bsirske stellte klar: „Die Grünen stehen zur Koalitionsvereinbarung, der Rentenversicherung einen Kapitalstock von 10 Milliarden Euro zuzuführen. Einem Aufwuchs stehen wir ablehnend gegenüber.“

Lindners Pläne für das „Generationenkapital“

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hatte Mitte Januar die Pläne für das „Generationenkapital“ vorgestellt. „Wir brauchen in der Säule der gesetzlichen Rentenversicherung einen Kapitalstock im dreistelligen Milliardenbereich“, sagte Lindner der „Börsen-Zeitung“. Die zehn Milliarden seien „nur der Beginn“. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte sich hinter die Schaffung des „Generationenkapitals“ gestellt sowie eine sichere und langfristige Anlage des Geldes angemahnt.