Jubiläum
60 Jahre Elysée-Vertrag: Deutsch-französische Probe

Schaffen es Macron (r) und Bundeskanzler Scholz politisch wieder näherzurücken. Foto

© Christophe Ena/AP/dpa

Vor 60 Jahren schlossen die einstigen Kriegsgegner Deutschland und Frankreich mit dem Elysée-Vertrag eine Freundschaft für Europa. Zuletzt hat es zwischen den Nachbarn aber ziemlich geknirscht.

Deutschland und Frankreich wollen nach erheblichen Spannungen in den vergangenen Monaten wieder enger zusammenrücken.

Dazu reist Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Sonntagmorgen mit seinem Kabinett nach Paris, wo die im Oktober vertagten Beratungen mit der französischen Regierung an einem historischen Datum nachgeholt werden. Vor 60 Jahren wurde der Élysée-Vertrag zur Aussöhnung der beiden einstigen Kriegsgegner unterzeichnet. Er gilt bis heute als Grundlage für die deutsch-französische Freundschaft.

Zum Jubiläum gibt es einen Festakt der beiden Parlamente in der renommierten Sorbonne-Universität, an dem die Regierungen teilnehmen. Bei der anschließenden gemeinsamen Kabinettssitzung stehen die Themen Wirtschaft und Energie, Sicherheit und Verteidigung sowie Europa auf der Tagesordnung. Ergebnis soll eine gemeinsame Erklärung sein, die eine Vision für die Zukunft Europas skizzieren soll.

In einem gemeinsamen Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und das „Journal du Dimanche“ schrieben Scholz und der französische Präsident Emmanuel Macron, sie wollten die EU zu einer „noch stärkeren Führungsmacht der Hoffnung“ machen. „60 Jahre nach Unterzeichnung des Elysée-Vertrags stimmen Deutschland und Frankreich überein, wenn sie auf die grundlegenden Fragen zur Zukunft Europas blicken.“

Kampfpanzer dürften Thema sein