Sehen Sie im Video: Einmalige Aufnahmen – diese Affen gehen Fischen zum Überleben. 

Was Sie hier sehen, sind einmalige Aufnahmen. Akribisch sucht ein Japanmakak, auch Schneeaffe genannt, im Hochlandtal Kamikochi nach Bachforellen und weiterer Beute. 
Üblicherweise ernähren sich Japanmakaken von Bambusblättern und der Rinde holziger Pflanzen. Doch die japanischen Alpen sind im Winter eine kalte und raue Umgebung. Insbesondere zu dieser Jahreszeit sind die Japanmakaken durch Nahrungsmangel gefährdet.  
Durch die Erweiterung ihres Speiseplans um wertvolles tierisches Eiweiß, können die Schneeaffen ihr Überleben im Winter sichern, wenn die Nahrungsressourcen knapp sind. 
Dass Affen Fisch verzehren, galt eher als Zufall. Nicht so bei den Japanmakaken: Die Häufigkeit, mit der ein Forscherteam Fisch-DNA im Kot der Tiere nachweisen konnte, ließ darauf schließen, dass sie sich nicht nur opportunistisch von toten oder sterbenden Fischen ernähren. 
Forscher der Shinshu University und der University of Birmingham konnten jetzt Techniken, mit denen Japanmakaken schwimmende Fische fangen, dokumentieren. Dafür wurden die Primaten unter anderem mit Hilfe von Infrarot-Sensor-Kameras beobachtet. 
In einem Bericht in „Scientific Reports“ beschreibt das Forscherteam zum ersten Mal, wie sich die neuartigen Verhaltensweisen der Makaken bei der Nahrungssuche entwickelt haben.  
Dabei suchen die Schneeaffen unter Steinen im Flussbett nach Fischen oder anderen Lebewesen. Hören sie das Platschen eines Fisches oder sehen ihn gar, versuchen sie diesen mit einer oder beiden Händen zu fangen und dann zu beißen. Hierbei kann es auch vorkommen, dass die Schneeaffen aufrecht auf zwei Beinen stehen. 
Japanmakaken gelten allgemein als bemerkenswerte Primaten. Um im harten Winter zu überleben, kommt es auch schon mal vor, dass die Tiere heiße Quellen aufsuchen, um dort zu baden.