von Katharina Brenner-Meyer

21.01.2023, 13:26
4 Min.

Allein in Deutschland werden jedes Jahr circa elf Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle entsorgt. Das ist unnötig, teuer und schlecht fürs Klima – und auch in anderen Ländern ein Problem. Ein US-Staat hat Wege gefunden, erfolgreich gegen Lebensmittelverschwendung vorzugehen. 

Wer schon einmal in einem US-amerikanischen Supermarkt stand, der fühlte sich womöglich klein und etwas verloren inmitten der langen Reihen und großen Packungen. Groß sind auch die Mengen an Lebensmitteln, die in den USA weggeworfen werden. 103 Millionen Tonnen Lebensmittel landen hier jedes Jahr im Müll. Das Problem ist erkannt. Staaten und Städte haben es auf ihre Agenda gesetzt. Und es bringt Experten auf den Plan, die sich mit den Folgen fürs Klima beschäftigen. Denn auch die sind groß. Lebensmittelverschwendung verursache in den USA doppelt so viele Treibhausgasemissionen wie die kommerzielle Luftfahrt, schreibt die „New York Times“. Manche Experten würden deshalb die Reduktion von Lebensmittelabfällen als eine der besten Lösungen sehen, um den Klimawandel zu bekämpfen. 

Eine wesentliche Rolle spielt dabei jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger. 39 Prozent der Lebensmittelabfälle in den USA kommen aus privaten Haushalten. Das ist ein größerer Anteil als der aus Restaurants oder Supermärkten. Eine Region im Bundesstaat Ohio hat es geschafft, das Thema auf den Radar ihrer Einwohner zu bringen: mit Überzeugungsarbeit. 

Lebensmittelverschwendung geht ins Geld – damit lässt sich arbeiten

Die „New York Times“ erzählt die Erfolgsgeschichte der Solid Waste Authority of Central Ohio, kurz Swaco, die zuständig ist für feste Abfälle in der Region. Während sie nicht die einzige Behörde im Land sei, die Menschen dazu bringen will,…