Es hatte nur diesen einen Sprint gebraucht. Der Frankfurter Angreifer Jesper Lindström machte mit seiner Schnelligkeit den Unterschied. Nach 22 Minuten erzielte der 22-Jährige das 1:0 für die Champions-League-Teilnehmer aus Hessen gegen den FC Schalke 04. Am Ende hatte die Eintracht durch späte Treffer von Raffael Borré (84.) – den Lindström mit einleitete – sowie dem Schlusspunkt von Aurelio Buta (90.) mit 3:0 gewonnen. Damit bleiben die Frankfurter Tabellenzweiter in der Bundesliga.

Für die Art, wie Lindström dieses erste Tor erzielte, dafür haben die Eintracht-Verantwortlichen den Dänen vor gut eineinhalb Jahren von Bröndy Kopenhagen nach Frankfurt geholt. Rund sieben Millionen Euro haben sie für Lindström einst gezahlt, eine damals besonders große Summe für die Eintracht. Doch die Investition und das Risiko dieser Verpflichtung haben sich ausgezahlt, sein Marktwert dürfte sich mittlerweile mindestens verdoppelt haben – auch wenn Lindström einige Probleme hatte, sich in der Bundesliga zurechtzufinden.

Deutliche Verbesserung

In seiner ersten Saison in Frankfurt kam er zwar 29 Mal zum Einsatz, stand dabei sogar 26 Mal in der Startelf. Aber ihm fehlte häufig die nötige Härte, um sich in der deutschen Eliteklasse durchzusetzen. Zu oft wurde der junge Mann von seinen Spielern einfach weggedrückt, er hatte zu wenig körperliche Substanz, um sich adäquat dagegen zu wehren.

Kaltschnäuzig im Abschluss: Frankfurts Jesper Lindström (r.)

Fünf Tore und ebenso viele Torvorlagen waren ihm zwar gelungen, die Anzahl an vergebenen Großchancen hätte aber mühelos die Verdoppelung dieser Statistik möglich gemacht. Aber natürlich war er einer der Frankfurter Helden, die völlig überraschend den Siegerpokal in der Europa League holen konnten. Und schon damals wusste Oliver Glasner, wie viel Potential in seinem Offensivspieler steckt. „Im Abschluss hat Jesper noch Luft nach oben. Er befindet sich aber auf einem guten Weg und ist für uns ein ganz wichtiger…