16. Spieltag
„Demut ist zurückgekehrt“: Freiburg geht in Wolfsburg unter

Der SC Freiburg kam beim VfL Wolfsburg böse unter die Räder. Foto

© Swen Pförtner/dpa

Freiburg verliert in Wolfsburg deutlich und offenbart ungewohnte Schwächen. Eine Bewerbung für die Champions League sieht anders aus. Platz zwei ist weg, jetzt kommt Eintracht Frankfurt.

Christian Streich wirkt selten wirklich zufrieden, an diesem Nachmittag war das Trainer-Unikat des SC Freiburg aber bedient wie selten zuvor. Schmallippig, knorrig, fast trotzig analysierte der 57-Jährige den desolaten Auftritt seiner Auswahl ausgerechnet an seinem Jubiläumstag. „Am besten sage ich nichts, dann sage ich nichts Falsches“, äußerte Streich nach dem 0:6 (0:3) in der Fußball-Bundesliga beim VfL Wolfsburg, das den Sport-Club Platz zwei und womöglich auch jede Menge Selbstvertrauen kostete.

Die „Demut“, sagte Streich, ist bei den hoch geflogenen Breisgauern „auf jeden Fall zurückgekehrt, das ist klar“. Schon am Mittwoch wartet mit dem Spiel gegen den neuen Bayern-Verfolger Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr/Sky) die nächste harte Prüfung. „Jetzt müssen wir schauen, dass wir Mittwoch gut auf den Platz kommen. Ein paar Sachen anschauen, vernünftig mit der Niederlage umgehen“, sagte Streich, der am Samstag auf den Tag genau vor elf Jahren erstmals ein Spiel als Freiburger Trainer erlebt hatte.

Die Breisgauer hätten mit einem Erfolg den Rückstand auf den Tabellenführer aus München auf zwei Punkte verkürzen können. Hätten. Es kam ganz anders. Sowohl Frankfurt als auch der 1. FC Union Berlin zogen vorbei. „Wolfsburg war in der ersten Halbzeit eiskalt“, urteilte SC-Kapitän Christian Günter: „Wir dürfen uns schlussendlich nicht so abschießen lassen. Das darf uns so nicht passieren. Ist jetzt aber passiert. Zum Glück ist eine englische…