16. Spieltag
Alarmstimmung bei Hertha – Schwarz: „Nicht unser Anspruch“

Philipp Hofmann (3.v.r) köpft den Ball zur Bochumer Führung ins Tor. Foto

© David Inderlied/dpa

Der Fehlstart in den zweiten Saisonteil schürt bei Hertha BSC die Sorge um den Klassenverbleib. Nach dem 1:3 in Bochum und dem Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz herrscht Rätselraten.

Sandro Schwarz wirkte ratlos wie selten. Mit grimmiger Miene und den Händen tief in der Manteltasche verfolgte der Berliner Fußball-Lehrer emotionslos die letzten Minuten der Partie in Bochum.

Der bedenkliche Auftritt seines Teams beim verdienten 1:3 (0:2) im Bundesliga-Kellerduell drückte nach der eigentlich positiven Vorbereitung mächtig aufs Gemüt und versetzte alle Beteiligten in Alarmstimmung. Schließlich rangiert das Team erstmals seit dem vierten Spieltag auf dem vorletzten Tabellenplatz. 

„Wenn wir so auftreten, brauchen wir auch in den kommenden Spielen nicht über Punkte reden“, klagte Marco Richter, „wir müssen das Spiel ganz schnell abhaken, das heute war scheiße.“

Die deutlichen Worte des Offensivspielers machten Sinn. Über weite Strecken der Partie präsentierten sich die Berliner wie ein Absteiger. Nach den Gegentreffern von Philipp Hofmann (22./56.) und Keven Schlotterbeck (44.) vor 26.000 Zuschauern war die vierte Auswärtsniederlage in Serie besiegelt. Daran konnte auch das späte Anschlusstor von Suad Serdar (87.) nichts ändern. Ähnlich wie Richter verspürte auch Trainer Schwarz wenig Lust auf Schönfärberei: „Jeder kann sich sicher sein, dass wir wissen, in welcher nicht überraschenden Tabellenregion wir sind. Damit gehen wir sehr seriös, sehr konsequent und konzentriert um.“

Laut jüngsten Medienberichten soll die Hertha in…