US-Repräsentantenhaus
Boebert, Greene, Perry – US-Republikaner besetzen Kontrollausschuss offenbar mit Hardlinern

Ein Selfie nach dem Streit: Die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene und der neu gewählte Sprecher des US-Repräsentantenhauses Kevin McCarthy

© Anna Moneymaker / Getty Images

Bei der Wahl zum Sprecher des Repräsentantenhaus hatte Kevin McCarthy den rechten Hardlinern umfassende Zugeständnisse gemacht. Und jetzt fahren die offenbar ihre Ernte ein – und ziehen in wichtige Ausschüsse des US-Kongresses ein.

Dem Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses könnten künftig mehrere Hardliner der republikanischen Partei angehören. Wie der Sender CNN, die „Washington Post“ und andere US-Medien am Dienstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf informierte Kreise berichteten, sind für den wichtigen Ausschuss unter anderem die Abgeordneten Marjorie Taylor Greene, Paul Gosar, Lauren Boebert und Scott Perry vorgesehen. Der Vorsitzende des Ausschusses hat Untersuchungen zu möglichen Rechtsverstößen von US-Präsident Joe Biden und dessen Familie zur obersten Priorität erklärt.

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Die Posten müssen zwar noch von den Republikanern in der Parlamentskammer bestätigt werden. Sie stimmen den von einem republikanischen Lenkungskreis ausgesprochenen Empfehlungen aber normalerweise zu.

Greene war von Ausschüssen im Repräsentantenhaus ausgeschlossen

Besonders die rechte Abgeordnete Greene polarisiert wie kaum jemand sonst im US-Kongress. Sie war 2021 vom demokratisch kontrollierten Parlament unter Verweis auf rassistische und antisemitische Äußerungen von der Ausschussarbeit ausgeschlossen worden. Der kürzlich erst neu gewählte Vorsitzende des Repräsentantenhauses, der Republikaner…