Autozulieferer
Continental steigert Umsatz deutlich

Zum Nettoergebnis hat Continental noch keine Angaben gemacht. Nach neun Monaten hatte der Konzern vor allem wegen hoher Abschreibungen aber einen Verlust von 216 Millionen Euro angesammelt. Foto

© Melissa Erichsen/dpa

Continental hat Eckdaten vorgelegt und danach seine Erlös- und Gewinnziele erreicht. Ganz rund läuft es für den Dax-Konzern aber nicht, obwohl das Stammgeschäft mit Reifen etwas besser abschnitt als in Aussicht gestellt.

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat im vergangenen Jahr seine Geschäfte wieder deutlich ausgeweitet – blieb wegen hoher Kosten aber unter Druck. Der Umsatz legte nach vorläufigen Zahlen um rund 17 Prozent auf 39,4 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern mitteilte. Die um Sondereffekte bereinigte Marge vor Zinsen und Steuern lag mit voraussichtlich 5,0 Prozent jedoch 0,6 Punkte unter dem Vorjahr.

Das Unternehmen aus Hannover hatte schon früh vor milliardenschweren Mehrkosten für Energie, Frachten und Material gewarnt. Mit den Werten erreichte Conti seine Erlös- und Gewinnziele – verfehlte aber beim für Investoren wichtigen Barmittelzufluss (Free Cashflow) die Planungen deutlich, weil vor dem Stichtag spürbar weniger Zahlungen auf den Konten landeten als erwartet.

Letztlich erwirtschaftete der Konzern vor Ein- und Auszahlungen für den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen insgesamt rund 200 Millionen Euro an Finanzzuflüssen. Zuletzt angepeilt hatte das Management zwischen 600 und 800 Millionen. Dass Conti im vierten Quartal noch gehörig Boden gutmachte, reichte nicht mehr. Die Aktie lag nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate 1,1 Prozent unter dem Xetra-Schluss.

Autozulieferung unter Druck – Reifengeschäft wieder stärker

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