Wer Tennis nicht regelmäßig verfolgt und nur gelegentlich Profis im TV sieht oder Bekannte auf der heimischen Tennisanlage vor Ort begleitet, der wird sich schon gewundert haben, weshalb dieser Sport auf unterschiedlichen Untergründen gespielt wird. Rote Asche, Hardcourts, Rasen sind die Bodenbeläge, auf den Profis aber auch Amateure ihrer Leidenschaft in erster Linie nachgehen. 

„Tennis ist ja mal auf Rasen gestartet“, sagt Philipp Born, Tennis-Fachmann am Institut für Vermittlungskompetenz in den Sportarten bei der Deutschen Sporthochschule in Köln. In den 1870er Jahren wurde in Großbritannien das Rasentennis erfunden, das sich dann über die Welt ausbreitete. Doch das ist lange her. Mittlerweile ist der Hartplatz der weltweit am meisten gespielte Untergrund. Rund zwei Drittel aller Profi-Tennis-Events werden auf dem harten Untergrund ausgespielt. Bei den Australian Open (16. bis 29.01.) und den US Open wird auf Hartplatz, in Wimbledon auf Rasen, bei den French Open auf roter Asche gespielt. Aber welchen Einfluss haben diese Bodenbeläge auf die Gesundheit und die Verletzungsanfälligkeit der Spieler? 

Man muss unterscheiden zwischen akuter und chronischer Verletzung. „Bei den akuten Verletzungen ist Tennis grundsätzlich ein recht verletzungsarmer Sport, weil es keinen direkten Gegnerkontakt gibt“, sagt Born. Zerrungen, Muskelfaserrisse, Bänderverletzungen sind typische körperliche Beeinträchtigungen. Das seien die häufigsten gesundheitlichen Probleme, die akut auftreten können. „Die Gelenke sind beim Tennis insgesamt stark belastet und damit auch verletzungsanfällig“, sagt Sportwissenschaftler Born. 

Der Hardcourt

Serena Williams schlägt bei den US Open auf Hardcourt auf

Die Beschaffenheit eines Hardcourts, der ja eher stumpf ist, kann Verspannungen der Muskulatur im gesamten Rücken, im unteren Rücken, in der Wirbelsäule verursachen. Grund dafür sind die häufigen Start-Stopp-Bewegungen auf relativ hartem Untergrund, die es im Tennis dauerhaft…