Die Fronten zwischen dem australischen Tennisprofi Nick Kyrgios und Teilen der Medienlandschaft sind weiterhin verhärtet. Wann immer der 27-Jährige öffentlich spricht, herrscht eine besonders angespannte Atmosphäre. Niemand der Anwesenden weiß, wie sich Kyrgios präsentieren und ob es eine Provokation von einer der beiden Seiten geben wird. Am Donnerstag nach einer Trainingseinheit auf dem Centre Court der am Montag beginnenden Australian Open in Melbourne war es allerdings sein bester Freund und inoffizieller Manager Daniel Horsfall, der mit einem Klaps auf das eigene Hinterteil und in Blickrichtung der wartenden Medienvertreterinnen und Vertreter provozierte und damit womöglich andeuten wollte: „Ihr könnt uns mal, wartet schön auf uns.“

Warten müssen werden Medienvertreter und Zuschauer auf einen Auftritt von Kyrgios bei den Australian Open nun allerdings deutlich länger, mindestens bis 2024. Denn zu Beginn des Turniers am Montag (16. Januar) sagte der 27-Jährige seinen Start aufgrund einer Meniskusverletzung überraschend ab. Nachdem Kyrgios in einem Showmatch gegen Novak Djokovic vor Turnierbeginn noch bestens gelaunt auf dem blauen Hartplatz von Melbourne Bälle schlug, nannte er sein verletzungsbedingtes Aus bei den Australian „einfach brutal. Das ist das wichtigste Turnier, aber so ist das Leben. Verletzungen gehören zum Sport dazu.“

Laut Aussage seines Physiotherapeuten Will Maher, der bei der Pressekonferenz ebenfalls auf dem Podium saß, handele es sich nicht um eine ernste Verletzung. „Wir wollten ihn vor einer weiteren Verletzung oder einer Verschlimmerung der Verletzung bewahren“, sagte er. Kyrgios werde daher nicht in Melbourne antreten und sich nun einer Arthroskopie unterziehen. Der an Nummer 19 gesetzte Kyrgios hätte am Dienstag gegen den Russen Roman Safiullin antreten sollen. Stattdessen wird nun der US-Amerikaner Denis Kudla, der als Lucky Loser der Qualifikation ins Hauptfeld nachrückt, gegen den Russen antreten. 

Durchbruch gegen Rafael…