Mehr als drei Jahre nach dem Juwelendiebstahl aus dem
Grünen Gewölbe in Dresden haben drei der sechs Angeklagten am Dienstag(17.1.2022) ihre Tatbeteiligung gestanden. Vor dem Landgericht Dresden sagte einer von ihnen aus, dass er in die Schatzkammer eingestiegen sei, eine Vitrine mit der Axt zerschlagen und Juwelen herausgerissen habe. Die beiden anderen waren nach eigenen Angaben mit der Brandstiftung am nahegelegenen Pegelhaus beschäftigt, um die Straßenbeleuchtung auszuschalten. Außerdem halfen sie, die Beute im Fluchtauto zu verstauen.

Beschädigung der Juwelen

Die im November 2019 aus dem historischen Grünen Gewölbe in Dresden gestohlenen Schmuckstücke sind ordentlich lädiert. Das berichteten Zeugen im Gerichtsprozess gegen die sechs mutmaßlichen Täter. Die Angeklagten sind Deutsche und stammen aus einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie.

Sie haben sich nun vor dem Landgericht Dresden wegen schweren Bandendiebstahls verantwortet. Allerdings können sie wegen eines vorausgegangenen Deals mit dem Gericht wohl auf mildere Strafen hoffen.

Geständige Täter können auf Straferleichterung hoffen

Die Rückgabe des Schmucks, Geständnisse und Antworten auf Fragen der Richter waren die Bedingungen. Die Kammer geht indes „nach vorläufiger Würdigung“ der Ergebnisse der Beweisaufnahme „abweichend von der Anklageschrift“ davon aus, dass die Angeklagten nicht als Mitglieder einer Bande handelten, sagte der Vorsitzende Richter Andreas Ziegel.

Prozessauftakt im August 2022 vor dem Dresdner Landgericht

Im Bundesland Sachsen ist die Erleichterung über die Rückkehr eines Großteils des Diebesguts groß. „Es war schon aufregend“, beschrieb Restauratorin Eve Begov von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ihre erste Reaktion, als sie die wieder aufgetauchten, in Tüten verpackten Schmuckstücke bei der Polizei erstmals sah.

Anhand von Fotos schilderte sie vor Gericht ausführlich die Schäden. An einem historischen Degen etwa fehlen zahlreiche…